UPDATE
20 Oktober 2026
Apple präsentiert die Designers of Tomorrow 2026
Die von Rodman Primack kuratierte Ausstellung feiert Designer:innen der nächsten Generation und zeigt, wie sie Apple Produkte in ihre kreativen Prozesse integriert haben
Die von Apple initiierte Ausstellung „Designers of Tomorrow“ in Zusammenarbeit mit Design Miami präsentiert im zweiten Jahr wieder die besten aufstrebenden Talente, diesmal mit dem Schwerpunktthema Präsenz. In der Auseinandersetzung damit, was die öffentliche Aufmerksamkeit in unserer schnelllebigen modernen Welt noch auf sich zieht, haben die Designer:innen Salem S. Charabi, Isabel Rower, Yoonjeong Lee und Parafernalia (Genki Matsumura und Sebastián Zorrilla) unverwechselbare Werke geschaffen, die zum Nachdenken anregen und das Ziel haben, Perspektiven zu verändern, die Sinne anzusprechen und Neugierde zu wecken.
„Das Thema ist aus der ehrlichen Erkenntnis entstanden, wie hektisch unser Leben geworden ist“, erklärt Rodman Primack, Kurator des Programms und langjähriger ehemaliger Kreativdirektor von Design Miami. „Mit ihrer Antwort zeigen unsere Designer:innen, welchen großen Einfluss Objekte auf unsere physische Umgebung haben können und wie sie die menschlichen Erlebnisse transformieren, die darin möglich sind.“
Die diesjährigen Teilnehmer:innen wurden von einer Jury aus international anerkannten Designexpert:innen – darunter Alexandra Cunningham Cameron, Fabien Cappello, Jennifer Dunlop Fletcher, Minjae Kim, Hun Chung Lee, Marion Mailaender, Nifemi Marcus-Bello, Jennifer Roberts und Molly Anderson von Apple – für Storytelling, Materialinnovation und Kunstfertigkeit ausgewählt. Ihr Werk unterstreicht auch die dynamische Rolle, die Apple im kreativen Prozess spielt, sodass Designer:innen auf jeder Ebene ihre Ideen festhalten, weiterentwickeln und mit der Welt teilen können.
„Die Produkte von Apple erweisen sich immer wieder als verbindendes Element, das viele außergewöhnliche Designer:innen über Disziplinen, Kulturen und Prozesse hinweg vereint“, so Primack. „Es ist ein Beweis dafür, wie nahtlos sich diese Produkte und Tools in jeden Workflow integrieren lassen.“
Im Vorfeld der Ausstellung, die heute im Hôtel de Maisons in Paris eröffnet wird, haben die Designer:innen über ihre Werke und die Tools gesprochen, mit denen sie diese realisiert haben.
Salem S. Charabi
Der ägyptisch-dänische Architekt Salem S. Charabi verbindet alte Handwerkstechniken mit den neuesten digitalen Tools, um zeitlose Stücke zu schaffen. Sein „Designers of Tomorrow“ Projekt The Eminence of Light ist dabei keine Ausnahme.
„Wir alle werden instinktiv von Licht angezogen – das reicht zurück bis zu unseren frühsten Feuerstellen“, erklärt Charabi. „Eine Leuchte fühlte sich wie die perfekte Verkörperung dieser Idee an – sie ist ein Spiegelbild unserer Fähigkeit, die Welt zu erleuchten.“
Das filigrane Gerüst des Projekts aus sorgfältig zusammengesteckten Teilen von Dattelpalmenblättern stellt einen interessanten Kontrast zum Kalksteinsockel dar.
Das filigrane Gerüst des Projekts aus sorgfältig zusammengesteckten Teilen von Dattelpalmenblättern stellt einen interessanten Kontrast zum Kalksteinsockel dar.
Für den Lampenschirm der Leuchte nutzte Charabi Bananenpapier und wendete japanische Techniken auf ägyptische Palmen an. Ein filigranes Gerüst aus sorgfältig zusammengesteckten Teilen von Dattelpalmenblättern stellt einen interessanten Kontrast zum Kalksteinsockel dar, der in seinen Vertiefungen die Spuren seiner eigenen Entstehung trägt. „Jede Strebe ist im Profil ein Achteck – nur 3 mm breit, von Hand geteilt und sorgfältig gebohrt“, erklärt Charabi. „Die Enden wurden dann mit einem Meißel angespitzt, um sie ineinanderzustecken.“ Sowohl die Leuchte als auch die Aufmerksamkeit der Betrachter:innen stehen unter derselbe Spannung.
Das Ergebnis fühlt sich zugleich zutiefst natürlich und wie ein filigraner Entwurf an. „Bei diesem Projekt musste jede Komponente im Detail ausgearbeitet werden“, so Charabi. „Ich habe alle Skizzen und 3D Modelle auf meinem MacBook Pro angefertigt. Es war ein komplexer Prozess bis alles genau passte – vom Meißeln des Steins und den Papierformen bis zur filigranen Basis.“
Isabel Rower
Durch die Kombination vertrauter Formen mit dem Unerwarteten lenkt die in Brooklyn lebende Designerin Isabel Rower die Aufmerksamkeit auf den Augenblick und verwandelt Alltagsgegenstände in aktive Sinneserlebnisse.
„Für mich dient die Oberfläche als ein Ort der Neugierde“, erklärt Rower. „Man weiß nicht immer, woraus meine Arbeiten bestehen, selbst wenn man sie berührt. Es ist faszinierend, wenn etwas, das man nicht ganz verstanden hat, die Form eines vertrauten Objekts annimmt, wie ein Tisch oder eine Teekanne. Das erzeugt Spannung und lenkt die Aufmerksamkeit sofort auf die Objekte, die wir jeden Tag benutzen.“
Rowers Padded Chair 1860 ist inspiriert von Möbeln aus Papiermaché und Kunstobjekten des 18. und 19. Jahrhunderts. Die glänzende Oberfläche steht in scharfem Kontrast zu den perlenförmigen Fransen, die von der Sitzfläche herabhängen.
Rowers Padded Chair 1860 ist inspiriert von Möbeln aus Papiermaché und Kunstobjekten des 18. und 19. Jahrhunderts. Die glänzende Oberfläche steht in scharfem Kontrast zu den perlenförmigen Fransen, die von der Sitzfläche herabhängen.
Diese Faszination ist in ihrem Werk Padded Chair 1860 festgehalten, dessen ausdrucksstarke Proportionen an Möbel aus Papiermaché und Kunstobjekte des 18. und 19. Jahrhunderts erinnern. Die glänzende Oberfläche steht in scharfem Kontrast zu den perlenförmigen Fransen, die von der Sitzfläche herabhängen. „Die Keramikperlen machen beim Berühren ein Geräusch, das die Aufmerksamkeit auf das Material und seine Form lenkt und aus dem unbewussten Akt des Sitzens ein achtsames Erlebnis macht“, so Rower.
Apple ist ein fester Bestandteil ihres kreativen Prozesses. „Ich halte mit dem iPhone spontane Gedanken fest und dokumentiere meinen Prozess, mit den AirPods Pro höre ich Musik und das MacBook Pro verwende ich, um mein persönliches visuelles Archiv aufzubauen“, so Rower. „Ich werde auch Keynote nutzen, um Ideen gegenüberzustellen und mich mit der Beziehung zwischen Bildern und Text auseinanderzusetzen.“
Yoonjeong Lee
Für die in Seoul lebende Designerin Yoonjeong Lee beginnt Präsenz mit leiser Entdeckung. Durch Materialtransformation rückt sie übersehene Hintergrundobjekte in den Mittelpunkt.
In ihrem Werk New Form zeigt sie drei Bleistiftstummel, die als Nägel umfunktioniert wurden. „Ich wollte das diesjährige Thema durch etwas Kleines ausdrücken, das wir alle kennen – als gemeinsame Erfahrung“, erklärt Lee. „Es steckt keine große Geschichte dahinter. Stattdessen wirft das Werk einen erneuten Blick auf das Vertraute und hilft dabei, etwas wiederzuentdecken, das in Vergessenheit geraten ist.“
Die Basis des Werks ist gleichzeitig ein Holztisch und eine Lampe. Papierblätter dienen als Lampenschirm, durch den das Licht darunter weich hindurchscheint, während die Stifte die Blätter fest fixieren. Mit ihrer charakteristischen Technik, durch Wiederholung Volumen zu schaffen, schichtete Lee etwa 5.000 dünne Furnierblätter für die Konstruktion der Holzbasis übereinander.
Lees Fokus auf übersehene strukturelle Elemente erstreckt sich auch auf ihren Workflow, bei dem sie auf iCloud, AirDrop und Notizen setzt, damit ihre Prozesse nahtlos ablaufen. „Ich arbeite oft mit dem iPad Pro und dem Apple Pencil, um Skizzen zu erstellen und schnell Ideen festzuhalten. Aber es ist das Zusammenspiel meiner Geräte, das sie und alle ihre flexiblen Features wirklich nützlich macht“, erklärt sie.
Parafernalia
Das von Genki Matsumura und Sebastián Zorrilla gegründete Designstudio Parafernalia reicht von Monterrey bis Mexico City. Der kreative Prozess des Duos basiert darauf, ständig im Dialog zu sein, Dinge zu hinterfragen und zu wiederholen, oft über FaceTime.
„Für uns kann Präsenz viele Formen haben“, so Matsumura. „Wir erleben sie mit uns selbst, mit unserer Umgebung und mit anderen. Unser Werk setzt sich damit auseinander, wie diese verschiedenen Ausdrucksformen innerhalb eines einzigen Objekts koexistieren können.“
Mit seinem dualen Zustand lädt MonoAmbiente 1 die Betrachter:innen ein, das Werk nicht nur anzusehen, sondern es auch selbst zu erleben. Nach dem Auseinanderziehen erscheinen Hocker und ein Tisch. So wird eine entfernte Szene zu einer intimen Umgebung, in der sich zwei Personen unterhalten, Schach spielen oder etwas trinken können.
Das Projekt spiegelt den Workflow des Studios wider: Zwei Designer:innen nutzen das iPhone und iPad Pro, um Skizzen auszutauschen und den Fortschritt in Echtzeit zu verfolgen.
Das Projekt spiegelt den Workflow des Studios wider: Zwei Designer:innen nutzen das iPhone und iPad Pro, um Skizzen auszutauschen und den Fortschritt in Echtzeit zu verfolgen.
Ihr Werk MonoAmbiente 1 betrachtet Präsenz als persönliche Beziehung zur eigenen Umgebung aber auch als kollektiven Akt. In geschlossenem Zustand bildet die Oberfläche aus säuregeätztem Edelstahl eine weite Landschaft. Die doppelte Funktion lädt die Betrachter:innen nicht nur ein, das Werk anzusehen, sondern es auch zu erleben. Nach dem Auseinanderziehen erscheinen Hocker und ein Tisch. So wird eine entfernte Szene zu einer intimen Umgebung, in der sich zwei Personen unterhalten, Schach spielen oder etwas trinken können.
Das Projekt spiegelt den Workflow des Studios wider: Zwei Designer:innen nutzen das iPhone und iPad Pro, um Skizzen auszutauschen und den Fortschritt in Echtzeit zu verfolgen. „Wir sitzen nicht am gleichen Schreibtisch. Unser Studio ist die iCloud“, erklärt Matsumura. Mit Nachrichten, FaceTime und Procreate überwinden sie die geografische Distanz. „Apple ist ein wichtiger Bestandteil unseres Denkens, Designs und unserer Kommunikation. In vielerlei Hinsicht können wir so füreinander präsent sein.“
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